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Auch die Thünas sahen sich mit Beginn des 17. Jahrhunderts gezwungen, die Burg Lauenstein an ihren Lehnsherren, den Markgrafen Christian von Brandenburg-Kulmbach zu verkaufen. Dieser errichtete auf der Burg ein Amt Lauenstein.

Im dreißigjährigen Krieg versuchten feindliche Truppen der Stadt Kronach die Burg zu erobern. Dieser Angriff konnte erfolgreich vereitelt werden. Danach wechselte die Burg erneut mehrmals den Besitzer.

Der gebürtige Hallenser Dr. Ehrhard Meßmer erwarb 1896 Burg Lauenstein. Durch ihn wurde die Burg von Grund auf instandgesetzt.

Die Leitung über das Baugeschehen übergab er den Architekten Georg Wolff und Th. Lehmann aus Halle an der Saale. Während der Umgestaltungsphase erhielten die Räume Mobiliar, Kunstgegenstände und Spezialsammlungen.

Bei der Gestaltung spielte die Kunstauffassung aus der Zeit des Historismus und des beginnenden Jugendstils eine wesentliche Rolle.

Die von Meßmer zusammengetragenen Gegenstände bilden noch heute den Grundstock für die Museumsausstellung. Um sein wirtschaftliches Fortkommen zu sichern, richtete Meßmer einen Betrieb für Pensions- und Tagesgäste auf der Burg ein. Zu seinen Gästen gehörte zum Beispiel auch Joachim Ringelnatz.

Die Erben Dr. Meßmers verkauften im Jahre 1962 die Burg Lauenstein an den Freistaat Bayern. Mit hohem finanziellen Aufwand restaurierte die bayrische Schlösserverwaltung die Burganlage.

Über den damaligen baulichen Zustand können Sie sich auf der Burg informieren.

Was können Sie heute alles auf Burg Lauenstein sehen?

- Eine Ritterstube im Thüna-Bau
- Rüstungen des 16. und 17. Jahrhunderts
- Glasgemälde im Orlamünde-Saal,
- Türschlösser aus dem 17. und 18. Jahrhundert
- eine Schmiedeeisensammlung
- Öllampen aus der Lampensammlung
- eine Fränkische Bauernstube
- den Jagdsaal, den Betsaal und noch vieles mehr.

Diese interessante Burg können Sie nur mit einer Führung besichtigen.

© Texte und Fotos, inkl. Wappen: Sylvia Wentzlau

Kontakt © Sylvia Wentzlau 2005-2012