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MORITZBURG HALLE/SACHSEN-ANHALT Die Stadt Halle bietet allen Historieninteressierten viele Sehenswürdigkeiten an. Halle gilt als die Kulturhauptstadt Sachsen-Anhalts. Besuchen Sie doch einmal das Händelhaus, die Marienkirche, den Dom, die Franckeschen Stiftungen, das Geiseltalmuseum oder die Moritzburg, um hier nur einiges zu nennen. Die Moritzburg entstand in den Jahren 1484 bis 1517. Erzbischof Ernst ließ das gewaltige Bollwerk gegen die Stadt errichten, nicht wie es eigentlich üblich war, zum Schutz der Stadt gegen Feinde von außen. Die Burg bedrohte ihre Bürger mit einer vierstöckigen gewaltigen Kanonenbastion. Eigentlich handelt es sich bei der Moritzburg nicht um eine Burg, aber auch noch nicht um ein Schloß. Auf jeden Fall ist es auch heute noch ein imposantes Bauwerk. Die Schloßkapelle wurde im Jahre 1505 erbaut, ab 1509 hieß die Kapelle Maria Magdalena-Kapelle Der Erzbischof trug sich mit dem Gedanken, die Maria Magdalena-Kapelle zur Stiftskirche zu erheben. Durch seinen Tod konnte er dieses Vorhaben nicht mehr ausführen. Ursprünglich besaß die Kapelle 20 Altäre. Der Nachfolger von Ernst von Wettin war Albrecht von Brandenburg (1490 bis 1545). Albrecht war Erzkanzler des Reiches, Kardinal, Erzbischof und Kurfürst von Mainz, Erzbischof von Magdeburg und Administrator von Halberstadt. Die Moritzburg war seine Lieblingsresidenz. Albrecht baute die Moritzburg nach dem Tod von Ernst von Wettin weiter aus. Er ließ einen Lustgarten anlegen und im Jahre 1528 außerdem eine Reitbahn. Die Reitbahn wurde 1738 abgerissen. Aus Verteidigungsgründen entstanden wahrscheinlich in den Jahren 1533 bis 1537 die östlichen Bastionen der Burg und eine gewaltige Schanze. Albrecht gab viele prächtige Gelage. Die Verschwendungssucht Albrechts kannte keine Grenzen. Als in im Jahre 1536 Kurfürst Joachim II. von Brandenburg auf der Moritzburg besuchte, wurden sage und schreibe 50 000 Gulden in einem Zeitraum von 14 Tagen verpraßt. Als die Reformation in Halle einzog gab Albrecht die Stadt auf. Sein Cousin, Johann Albrecht von Brandenburg-Ansbach nahm seinen Platz ein. Allerdings besaß er nicht die Macht und das Ansehen Albrechts. Während des Dreißigjährigen Krieges brannte die Burg aus. Nach diesem Brand verfiel die Burg immer mehr. Einige Räume wurden als Wirtschaftsräume genutzt. Danach wurde die Burg mehrmals umgebaut und erweitert. Im Südflügel entstand in den Jahren 1902 bis 1904 ein Museumsneubau. Dieses Museum bewahrte eine der bedeutendsten Sammlungen moderner Kunst auf. Die Staatliche Galerie Moritzburg ist heute das größte Kunstmuseum Sachsen-Anhalts. |
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| © Sylvia Wentzlau 2005-2011 | ||||||||