Türmalerei Burg Mylau Türmalerei Burg Mylau
Burg Mylau Vogtland
weitere HOME

SCHLÖSSER:

Schloß Moritzburg Zeitz
Schloß Nischwitz
Barockschloß Delitzsch
Schloß Lichtenwalde
Schloß Güldengossa
Schloß Lützen
Schloß Frohburg
Schloß Heidecksburg
Schloß Rochlitz
Schloß Weesenstein
Schloß Nossen
Schloß Hartenfels
Schloß Pillnitz
Schloß Rochsburg
Schloß und Burg Allstedt
Schloß Moritzburg Halle
 
Barockgarten
Großsedlitz

 
Schloß Neuenburg
Schloß Moritzburg Dresden
Schloß Wolkenstein
Schloß Püchau
Schloß Netzschkau
Schloß Hinterglauchau
Schloß Machern
Schloß Ballenstedt
Sanssouci
Wasserschloß Podelwitz
Schloß & Park Wörlitz
Schloß und Park Luisium
Hochzeitsschloß Sababurg
Schloß Bertholdsburg
Residenzschloß Weimar
Wasserschloß Mittwitz
Dornburger Schlösser
Schloß Sondershausen

BURGEN:
Rudelsburg und Saaleck
Konradsburg
Burg Mylau
Burg Stolpen
Burg Gnandstein
Burg Schönfels
Burg Falkenstein
Burg Kriebstein
Burg Scharfenstein
Burg Stein/Hartenstein
Burg Düben
Leuchtenburg Kahla
Burg Lauenstein
Plassenburg
 
Reichsburg Kyffhausen,
Kyffhäuserdenkmal

Burgruine Henneberg

zurück

Als 1891 die letzte Eigentümerin der Familie Golle starb, stand das Rittergut Mylau zum Verkauf. Die Stadtverwaltung erwarb Mylau im Januar 1892 für rund eine halbe Million Goldmark. Die verwahrloste Burg war wertmäßig beim Kauf nicht veranschlagt worden und galt als sogenannte Beigabe. Die Stadtverwaltung konnte aufgrund des trostlosen Zustandes mit der Burg nicht viel anfangen. Ein Mann kam der Burg zu Hilfe. Der geschichtlich sehr interessierte Fabrikant Robert Merkel (1850 - 1916), Mitinhaber der Kammgarnspinnerei und -weberei Hopf & Merkel appelierte an die Öffentlichkeit die Burg zu retten. Merkel gründete im Juni 1892 einen "Verein für Wiederinstandsetzung und Erhaltung des alten Kaiserschlosses", kurz Schloßbauverein genannt.

Dem Verein gehörten zu Beginn der Tätigkeit 40 Mitglieder aus wohlhabenden Kreisen an. Merkel warb inner- und außerhalb Mylaus für sein Vorhaben und erreichte es, daß sich selbst die Landesregierung dafür interessierte. Der Schloßbauverein übernahm die gesamte Verantwortung. Er beschaffte und verwaltete das Geld und führte auch die Verhandlungen mit der Regierung.

Ein besonderer Förderer war der für die Denkmalpflege zuständige Innenminister und später leitende Minister Karl Georg Lewin von Metzsch (Wohnsitz Schloß Friesen bei Reichenbach).

Der Verein motivierte die Bürger in ihrer Freizeit selbst zu Hacke und Schaufel zu greifen. Die Bürger legten in harter Arbeit Wege um die Burg an, der Burgpark und der Burggraben wurden von meterhohem Schutt befreit, außerdem mußte das vermauerte hohe Markttor in der Burgmauer wieder geöffnet werden. 1892 bis 1893 wurde eine Schloßschenke in den südlichen Teil der Burg eingebaut. Diese wurde in drei saalartige Räume aufgeteilt.

Der eindrucksvollste Raum der Schenke war das Metzschzimmer, benannt nach der bedeutendsten Adelsfamilie des nördlichen Vogtlandes. Mit der Benennung sollte der Burgherr Joseph Lewin Metzsch (1508 - 1571) besonders gewürdigt werden. Joseph Lewin Metzsch war ein Freund Luthers.

Seine repräsentative Ausstattung erhielt das Metzschzimmer in den Jahren 1899/1900. Ein besonderer Blickfang sind die Wandbemalungen. Über den beiden Türen (eine ist heute zugemauert) befinden sich die Bilder von Edelleuten in Renaissancekostümen.

Hier geht es weiter

l
Wappen  
Metzschzimmer Burg Mylau
  
© Texte und Fotos,
inkl. Wappen:
Sylvia Wentzlau

l
Kontakt © Sylvia Wentzlau 2005-2012