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PLASSENBURG KULMBACH

Ornamente

Hoch über der Stadt Kulmbach thront die Hohenzollernveste Plassenburg. Sie zählt zu den mächtigsten Burganlagen Deutschlands.

Zum ersten Male wurde die Burg im Jahre 1260 im Langenstadter Vertrag erwähnt. Erbaut wurde sie vermutlich durch Herzog Otto II. 1340 befand sich die Plassenburg im Besitz der Burggrafen von Nürnberg, diese erwarben die Burg für 40 000 Heller. Schon zu dieser Zeit muß die Burg eine bedeutende Anlage gewesen sein, da sie bereits in der Ebstorfer Weltkarte eingetragen war.

Im bundesstädtischen Krieg im Jahre 1553 wurde die Burg zerstört und unter Markgraf Georg Friedrich von Brandenburg-Kulmbach und -Ansbach wieder errichtet. Markgraf Georg Friedrich von Ansbach war ein sehr gebildeter Mann. Er förderte als Verwaltungsfachmann die Wirtschaft und den Wohlstand seines Landes. Er schaffte es von den fränkischen Gegnern für die mutwillige Zerstörung der Burg eine Entschädigung von 175 000 fl. zu erhalten. Diese Summe wurde um weitere 82 000 fl. durch Kaiser Ferdinand I. erhöht.

Den Auftrag für den Wiederaufbau der Plassenburg erhielt Caspar Vischer. Unter seinen Händen entstanden der "Schöne Hof", sowie die wichtigsten Bauten des unteren Kasernenhofes. Später wurden weitere Festungswerke hinzugefügt, die allerdings später wieder abgerissen worden. Mit dem Tod Georg Friedrichs endete die Funktion der Plassenburg als Residenz.

Markgraf Christian verlegte die Residenz nach Bayreuth. Er kehrte nur noch einmal, während der Zeit des "Dreißigjährigen Krieges" auf die Plassenburg zurück. Er ließ zum Schutz gegen den Burgberg die "Hohe Bastei" errichten. Den Bau führte der böhmische Festungsbaumeister Albrecht von Haberland durch. Heute erinnern verschiedene Baudenkmale an Markgraf Christian, so zum Beispiel die Statue des Bacchus im Kasernenhof, das Christianportal und die Kriegerstatue am Rondell. Die Arbeiten entstanden unter den geschickten Händen des Nürnberger Steinmetzen Hans Werner.

Im "Dreißigjährigen Krieg" trutzte die Burg dem Ansturm Wallensteins, allerdings mußten die Tore für schwedische als auch kaiserliche Truppen geöffnet werden. Noch einen höfischen Höhepunkt erlebte die Plassenburg zur Zeit als der Enkel Markgraf Christians und sein Nachfolger Christian Ernst auf der Burg residierten. Danach diente die Burg als preußische Festung.

Von 1806 bis 1807 diente die Plassenburg als Zuchthaus. 1926 wurde die Plassenburg an die Bayrische Schlösserverwaltung übergeben. Nach der Übergabe begannen die Restaurierungsarbeiten und der Ausbau als Museum.

Im Museum werden mehr als 100 Degen, Säbel und Pallasche ausgestellt. Außerdem rund 40 Gewehre, Karabiner und Pistolen, rund 30 Stangenwaffen und 4 Figurinen aus der Zeit der preußischen Armee.

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Sylvia Wentzlau
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© Texte und Fotos:
Sylvia Wentzlau

 

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