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Burg Stein Hartenstein - Die Burg befindet sich im Privatbesitz von Prinz Alfred von Schönburg-Hartenstein.

Folgen Sie mir in das Erzgebirge nach Hartenstein. Hier finden Sie eine der schönsten Burgen Sachsens, nicht wegen ihres Umfanges, sondern wegen ihrer ganzen Anlage, an der man die Baugeschichte der alten Feste studieren kann.

Im 18. Jahrhundert zerstörte ein Brand erhebliche Teile der Burg. Beim Wiederaufbau wurden Teile der Burg abgetragen, aber auch viel neugebaut, was auf den damaligen Bauplänen nicht eingezeichnet war.

Heute unterscheiden sich zwei Teile der Burg erheblich voneinander; die nördliche kleine Oberburg und die südliche größere Oberburg, die wesentlich älter ist. Diese erhebt sich stolz auf einer freien Felskuppe, dem Stein. Zuerst war nur die Oberburg vorhanden. Geschützt wurde diese vor Angriffen durch einen Wassergraben und doppelte Mauern. Im Innern der Mauer befand sich ein Wehrgang. Burg Stein deckte und beherrschte den Muldenübergang und eine Straße, die vom Südwesten her an ihr nach Nordosten vorüberführte.

Das Hauptgebäude ist mit einem Halbturm ausgestattet. Früher schlossen sich zu beiden Seiten kleine Flügelbauten an. Der kleine Anbau ist bis in unsere heutige Zeit mit seinem Giebel und dem Obergeschoß erhalten geblieben. Hier befindet sich auch der Eingang zu der ältesten Feste. Um diesen Anbau legte sich ein starkes halbkreisförmiges Bollwerk. Von dem kleinen Vorhof führte ein Weg längs der Felskante hin.

Heute auch nicht mehr vorhanden sind verschiedene Gebäude, die sich nach Osten an den Hauptturm anschlossen und ihren Abschluß an einem stattlichen Bergfried fanden. Die gerade erfolgte Beschreibung entspricht dem Bauzustand der Oberburg von 1200.

Umfangreiche bauliche Maßnahmen wurden im 16. und 17. Jahrhundert vorgenommen. Aus dieser Zeit stammen die Giebeldächer und die Haube des Bergfriedes. Die Bauten zwischen Hauptturm und Bergfried wurden als Wohn- und Wirtschaftsräume genutzt.

Auf einem kleinen Hof befand sich eine Kapelle aus der Zeit um 1400, die im Jahre 1844 durch einen Brand zerstört wurde.

Über eine Wendeltreppe waren die einzelnen Stockwerke des Wehrbaus miteinander verbunden. Im Inneren wurde weder auf Bequemlichkeit, noch auf Gemütlichkeit geachtet. Als Eingangstür diente eine wuchtige Buchentür aus dem 14. oder 15. Jahrhundert.

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Sylvia Wentzlau
Burg Stein
Altargemälde
 Bett 

 

© Texte,
Zeichnung Wappen
und Fotos:
Sylvia Wentzlau

 

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