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KONRADSBURG/HARZ 

Die Konradsburg befindet sich in Ermsleben, nicht weit von der Burg Falkenstein entfernt. Die Burg Falkenstein und die Konradsburg sind durch die Konradsburger Edelherren eng miteinander verbunden.

Konradsburg, Foto Sylvia Wentzlau

Lassen Sie sich in die zweite Hälfte des 10. Jahrhunderts entführen. Die Edelherren von Konradsburg haben sich vermutlich bei den Kämpfen Heinrichs IV. gegen den sächsischen Adel gegen ihn gestellt. Nach der Schlacht zu Welfesholz im Jahre 1115 gingen die Konradsburger als Gewinner hervor.

Sie bauten in der Nähe des Alten Falkenstein eine neue Burg, die sie nur noch Burg Falkenstein nannten und besiedelten diese. 1120 nannten sich die Konradsburger Edelherren erstmals von Falkenstein und 1142 letztmalig als von Konradsburg.

Die Burggeschichte der Konradsburg endete im zweiten Viertel des 12. Jahrhunderts. Im Jahre 1120 läßt sich ein Probst Rudolph auf der Konradsburg nachweisen. Die Funktion eines Probstes ist mit einem Kollegiatstift zu verbinden, auf keinem Fall mit einem Kloster. Zu dieser Zeit war die Konradsburg höchstwahrscheinlich ein Augustiner-Chorherrenstift.

Dies sollte sich im Jahre 1133 ändern. In dieser Zeit konnte ein Abt Adalbert von Konradsburg nachgewiesen werden, der ganz sicher als Vorsteher eines Benediktinerklosters angesehen werden kann. Die Geschichte des Klosters reicht bis ins mittlere 15. Jahrhundert hinein. In der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts und in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts entstanden die Klausurbauten für die Mönche, der Nordflügel im Bereich des heutigen Herrenhauses mit dem Speisesaal, der Ostflügel mit dem für das liturgische Leben wichtigen Räumen - Kapitelsaal und Sakristei und natürlich die Kirche. Die Grafen von Falkenstein, die weltlichen Schutzvögte des Klosters, traten 1322 ihre Vogteirechte an das Bistum Halberstadt ab, damit begann der Verfall des klösterlichen Lebens.

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Konradsburg
Konradsburg
 

© Text und Fotos:
Sylvia Wentzlau

 

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