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Da die Grafenfamilie um 1344 ausstarb, trat das Kloster seine Pflicht, alljährlich Totengedächtnisfeiern für die Grafenfamilie zu halten, an das Bistum ab. In den 1460er Jahren lieh sich das Kloster mehrmals von den Herren von Hoym Geld. In den Jahren 1468 bis 1470 versuchte das niedersächsische Kloster Bursfelde das heruntergekommene Kloster zu reformieren, allerdings ohne Erfolg. Die letzten Benediktiner verließen voraussichtlich in den Jahren 1470 bis 1475 die Konradsburg.

Durch die Fürsprache Papst Sixtus IV. besiedelten am
15. Februar 1476 Kartäusermönche die Burg.

Kartäusermönche waren äußerst schweigsam und lebten in völlig isolierten Wohntrakten, Mönch für Mönch.

Die Herren von Asseburg, die auf dem Falkenstein ansässig waren, betätigten sich mehrmals als Sponsoren. Im Jahre 1518 stifteten sie eine "Zelle E" und im Jahre 1518 stellte sie Geld "to eyner ewigen Spende" zur Verfügung. Diese wurde später als Konradsburger Spende bezeichnet. Der Kartäuserorden hatte sich inzwischen etabliert und der benachbarte Adel unterstützte ihn. Der Halberstädter Bischof hatte den Möchen im Jahre 1477 eine größere wirtschaftliche Betätigung untersagt.

Bei den unteren Bevölkerungsschichten stießen die Mönche auf wenig Gegenliebe. Am 5. Mai 1525 stürmten diese das Kloster, plünderten die Vorräte und vernichteten vor allem die die Bauern belastenden Zins- und Steuerregister. Eine Brandschatzung blieb dem Kloster erspart.

Die Mönche hatten sich in Sicherheit gebracht und kehrten erst nach dem Ende der Plünderung zurück.

Ihr Versuch das Klosterleben fortzusetzen scheiterte an den fehlenden Abgaben. Aus diesem Grunde gaben sie im April 1526 das Klosterleben auf und zogen nach Magdeburg.

Kardinal Albrecht war darüber sehr erbost und er gab die Konradsburg im Jahre 1530 an das Neue Stift in Halle. Danach erhielt der Kanzler Christoph Türk die Konradsburg, er erfüllte seine Aufgaben bis zu seinem Tod 1547. Nach seinem Tode endete die kirchlich-klösterliche Geschichte endgültig.

200 Jahre lang wurde die Konradsburg als Burg genutzt und 400 Jahre als Kloster, danach etwa 450 Jahre als Gut und Domäne mit vorwiegend landwirtschaftlicher Nutzung. In der Zeit von 1120 - 1526 lebten hier Stiftsherren, Benediktiner- und Kartäusermönche.

Reichen Ihnen diese Informationen nicht aus, so besuchen Sie doch einfach die Konradsburg. Sie werden es nicht bereuen!

Anschrift:

Förderkreis Konradsburg e.V. Ermsleben
Klaus Wycisk
Konradsburg 2
06463 Ermsleben

Tel.: (034743) 9 25 64
Fax: (034743) 9 25 63

Hochzeit

Auf der Konradsburg können sich Paare das "Ja-Wort" geben, egal ob kirchliche oder standesamtliche Trauung.
 

Öffnungszeiten (kontrolliert 14. April 2011):

Sommerzeit: 10.00 - 17.00 Uhr
Winterzeit: 10.00 - 16.00 Uhr

Samstag/Sonntag/Feiertag: jeweils 1 Stunde länger geöffnet!


Galerie-Cafe:
Sa., So. und Feiertags: 14.00 - 17.00 Uhr

Veranstaltungen 2011:

17.04.2011: Kreatives zum Osterfest auf der Konradsburg

24.04.2011: Ostersonntag auf der Konradsburg

30.04.2011: Walpurgis auf der Konradsburg

20.11.2011: Weihnachtsbasteln auf der Konradsburg

10.12. und 11.12.2011: Burgweihnacht auf der Konradsburg

 

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Konradsburg
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© Text und Fotos:
Sylvia Wentzlau

 

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Kontakt © Sylvia Wentzlau 2005-2012