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DAS GÖSCHENHAUS in Grimma-Hohnstädt gedenkt Johann Gottfried Seumes. Er wurde am 29.1.1763 in Poserna als Sohn eines Landwirtes geboren. Im Jahre 1777 besuchte Seume die Stadtschule in Borna, wechselte aber im Jahre 1779 an die Nikolaikirche in Leipzig. Im nächsten Jahr widmete er sich der Theologie. Ab 1787 studierte er in Leipzig. Im Jahre 1790 wurde er zum Erzieher des jungen Grafen Igelström berufen. 1791 promovierte Seume zum Magister der Philosophie. Ein Jahr später Habilitation in Leipzig; er stand dem russischen General Igelström in Rußland und Polen als Adjutant und Sekretär zur Seite. Verstorben ist er im Jahre 1810 bei seinem Aufenthalt im Kurbad Teplitz.

Blick ins Fenster

Ein kurzer geschichtlicher Abriß zum Göschenhaus:

Das Göschenhaus wurde nach seinem Besitzer benannt. Im Jahre 1795 erwarb Georg Joachim Göschen, ein Leipziger Verleger, einen Landsitz in Hohnstädt bei Grimma. Göschen gründete eine der fortschrittlichsten Druckereien Deutschlands. Dies nur am Rande.

Um den landwirtschaftlichen Fortbestand zu sichern, setzte er einen Wirtschafter ein. Das Wohnhaus wurde von ihm als Sommerresidenz genutzt. Im Jahre 1798 ließ er ein neues Wirtschaftsgebäude errichten.In diesem befanden sich die Wohnräume des Wirtschafters, der Pferde- und Kuhstall und noch eine Reihe kleinerer Gästezimmer im Obergeschoß des Gebäudes. Im alten Wohnhaus wurde zu ebener Erde eine größere Gartenstube eingerichtet.

Im Jahr 1853 und nach 1900 erfolgten weitere bauliche Veränderungen. Durch die Baumaßnahmen ging der bäuerliche Charakter des Gebäudes verloren.

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Sylvia Wentzlau
Göschenhaus
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© Text und Fotos:
Sylvia Wentzlau

Göschenhaus
Kontakt © Sylvia Wentzlau 2005-2012