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Die
Reichsburg Kyffhausen/Kyffhäuserdenkmal:
Um
im Mittelalter im Gebiet des Kyffhäusers ein umfangreiches Krongut
zu sichern erfolgte der Bau mehrerer Pfalzen. Diese Pfalzen wurden vom
Königshof als zeitweise Residenzen genutzt. Im 11. Jahrhundert wurden
die Pfalzen durch den Bau von Schutzburgen erweitert. In den Jahren 1106
bis 1125 wurde die Burg von dem Sachsenkönig Lothar von Supplinburg
belagert und zerstört.
Wer
kennt sie nicht, die Sage von dem alten Barbarossa. Auf dem Kreuzzug ins
heilige Land kehrte Kaiser Friedrich der Rotbart nicht wieder zurück.
Daraufhin entstand im Volk die Sage, daß er nicht gestorben sei,
sondern noch weiterlebe und irgendwann wiederkommen werde. Man erzählte
sich, er sei in einem Berg gebannt. Eine Einigung, in welchem Berg der
gute alte Kaiser sitzen sollte, konnte nicht getroffen werden. Die einen
behaupten, er wäre im Untersberg bei Salzburg, wieder andere nennen
einen Felsen bei Kaiserslautern, wo er verzaubert sitzen solle. Die meisten
aber glauben er sitzt im Kyffhäuser und wartet bis seine Zeit gekommen
ist. Dahin soll er sich mit seiner Tochter und dem gesamten Gesinde selbst
verflucht haben. Jetzt sitzt er nun in seinem Bergschloß, in einer
glänzenden Halle, an einem gläsernen Tisch, auf seinem Haupt
trägt er eine goldene Krone. In den vielen Jahrhunderten ist der
rote Bart des Kaisers durch den Tisch gewachsen und reicht nun schon zweimal
um diesen herum. Erst wenn der Bart das drittemal um den Tisch herumreicht,
darf der Kaiser wieder heraufkommen, sein Reich regieren und das Abendland
erobern. Friedrich Rückert schrieb im Jahre 1817 folgendes:
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Der
alte Barbarossa,
Der Kaiser Friedrich,
Im unterird´schen Schlosse,
hält er verzaubert sich.
Er
ist niemals gestorben,
Er lebt darin noch jetzt;
Er hat im Schloß verborgen
Zum Schlaf sich hingesetzt.
Er
hat ihn hinabgenommen,
Des Reiches Herrlichkeit,
Und wird einst wiederkommen
Mit ihr zu seiner Zeit.
Der
Stuhl ist elfenbeinen,
Darauf der Kaiser sitzt;
Der Tisch ist marmorsteinern,
Worauf das Haupt er stützt.
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Sein
Bart ist nicht von Flachse,
Er ist von Feuersglut,
Ist durch den Tisch gewachsen,
Worauf sein Kinn ausruht.
Er
nickt, als wie im Traume,
Sein Aug´ halb offen, zwinkt;
Und je nach langem Raume
Er einem Knaben winkt.
Er
spricht im Schlaf zum Knaben;
Geh´ hin vor´s Schloß, o Zwerg,
Und sieh, ob die Raben
Herfliegen um den Berg.
Und
wenn die alten Raben
Noch fliegen immerdar,
So muß ich auch noch schlafen
Verzaubert hundert Jahr."
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© Text, außer Sage: Sylvia Wentzlau
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