|
|
|||||||
|
||||||||
|
Das Schloß Ballenstedt liegt im Landkreis Quedlinburg und war die Residenz des Herzogs von Bernburg. In Ballenstedt lebte der Maler Wilhelm von Kügelgen. Dieser war in der Zeit von 1833 bis 1867 nicht nur der Hofmaler, sondern auch der Kammerherr des geisteskranken Herzogs von Anhalt-Bernburg. Berühmt ist er vor allem durch seine Autobiographien und Briefe geworden. Auf dem Schloßberg befand sich einst die Stammburg der Askanier. Graf Esico gründete voraussichtlich um 1043 ein Augustiner-Chorherrenstift. Sein Bruder Dietrich wurde von ihm als Probst eingesetzt. Mit dieser Gründung ehrte Graf Esico die Märtyrer Pancratius und Abundus. Das Stift wurde durch Albrecht dem Bären und Otto dem Reichen später in ein Benediktinerkloster umgewandelt. Es kann nicht genau belegt werden, ob dies im Jahr 1110 oder 1123 erfolgte. Das Kloster wurde vom Abt Arnold von Berge und Nienburg eingerichtet. Neben dem Kloster existierte vorläufig auch die Grafenburg weiter. Im Jahre 1397 wurde das Kloster, das von Wegelagerern besetzt war, von den Markgrafen Friedrich IV. und Wilhelm II. von Meißen eingenommen. Nach der Übernahme verschwanden die Befestigungen der Burg. Nachdem sich das anhaltinische Machtzentrum nach Osten verlagert hatte, verlor das Kloster an Bedeutung und verfiel zunehmends. Aufständige Bürger und Bauern des Umlandes erstürmten im April 1525 das Kloster, plünderten es aus und wollten es anschließend niederbrennen. Dies konnte durch einen Diener des Fürsten Wolfgang verhindert werden. Fürst Wolfgang erhielt das Kloster im Oktober 1525 vom letzten Abt Matthias Ribke. Fürst Wolfgang war ein Anhänger der lutherischen Lehre. Reste des Klosters sind bis in die heutige Zeit erhalten geblieben, so zum Beispiel von der damaligen Klosterkirche der Westbau und die Ostkrypta. Besonders sehenswert sind die erhaltengebliebenen Kapitelle im Mittelschiff der Krypta. Sie stammen voraussichtlich aus der Zeit zwischen 1160 und 1170. Jetzt möchte ich Sie aber mit der Baugeschichte des Ballenstedter Schlosses bekannt machen. Die genaue Entstehungszeit ist heute nicht mehr nachprüfbar. |
|
|||||||
| © Sylvia Wentzlau 2005-2013 | ||||||||