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SCHLOSS NOSSEN, ein imposantes Bauwerk, daß im Jahre 1268 seine erste urkundliche Erwähnung fand. Bis zum Jahre 1316 bewohnten die Ritter von Nuzzin die Schloßanlage. Nach den erwähnten Rittern besaßen die Bischöfe von Meißen das Schloß, später ging es in den Besitz des Klosters Altzella über. Ab 1544 befand sich auf dem Schloß das neue kurfürstliche Amt Nossen. In der Zeit von 1554 bis 1557 erfolgte unter Verwendung des Abbruchmaterials aus dem Kloster Altzella der Bau des Saales im Westflügel des Schlosses. Danach erfolgten mehrere bauliche Veränderungen auf dem Schloß. Erwähnenswert ist zum Beispiel der Neubau des Südflügels in den Jahren 1628 bis 1630, die Umgestaltung des Nordflügels von 1667 bis 1669. In dieser Zeit wurden auch die alten Burgreste abgetragen. Die Bauleitung hatte der Oberlandbaumeister W. C. von Klengel inne. Im 18. Jahrhundert interessierte sich dann niemand mehr für die Schloßanlage. Bekannt ist lediglich, daß sich hier im Jahre 1716 die schwerkranke Gräfin Cosel einen Monat vor ihrem Weitertransport nach Stolpen aufhielt. Außerdem wurde hier der berüchtigte Böttcher Eckold aus Lips Tullians Räuberbande bis zu seiner Hinrichtung im Jahre 1712 gefangengehalten. In der Zeit von 1756 bis 1763 wurde das Schloß durch preußische Truppen schwer beschädigt. Ab 1775 nutzten verschiedene Ämter Schloß Nossen. Auch Napoleon verbrachte im Jahre 1813 eine Nacht auf dem Schloß, während seine Truppen die Stadt plünderten. Ab 1877 wurde das Nossener Schloß unter anderem als Gefängnis und Erziehungsanstalt genutzt. Im heutigen Museum befindet sich eine phantastische Bibliothek, in der 6000 Bände aus den Bereichen Theologie, Naturwissenschaft, Verwaltungs- und Heimatgeschichte untergebracht sind. Die Bibliothek ist allerdings nicht für die Öffentlichkeit, sondern lediglich für Forschungszwecke zugänglich. Auf dem Schloß finden heute Konzerte, Veranstaltungen und Führungen statt.
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| © Sylvia Wentzlau 2005-2013 | |||||||||||||