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SCHLOSS ROCHLITZ
Im Rochlitzer Schloß residierten einst Kaiser, Könige und Kurfürsten. Hoch über dem Muldental liegt das stolze, unbezwingbare und baulich sehr interessante Schloß. Zum ersten Male wurde der Ort Rochlitz als "Rochilinze" im Jahre 995 erwähnt, die Burg im Jahre 1009. Im 11. Jahrhundert hielten sich mehrere deutsche Kaiser und Könige auf der Burg auf. 1143 befand sich die Burg Rochlitz im Besitz der Wettiner. Von 1156 bis 1210, in der 1. Bauperiode, entstanden das Querhaus, das Brunnenhaus, der Torturm, das Palas sowie die Türme (Jupen). 1286 bis 1291 residierte der spätere Markgraf Friedrich der Freidige in Rochlitz. Er setzte die Bauarbeiten an den Türmen fort. Die Türme sollten als Gefängnis genutzt werden. Von 1296 bis 1298 besetzten königliche Truppen die Burg. 1360 bis 1400 wurden weitere Bautätigkeiten durchgeführt. Zu dieser Zeit residierten mehrere Angehörige des sächsischen Fürstenhauses auf der Burg Rochlitz. In der 3. Bauperiode von 1482 bis 1502, unter der Herzoginwitwe Amalia 3.(Witwe von Ludwig des Reichen Bayern-Landshut), wurde aus der Burg ein Schloß. Von 1537 bis 1547 diente Schloß Rochlitz der Herzogin Elisabeth als Witwensitz. Elisabeth führte im Amt Rochlitz die Reformation ein. 1537 fand die erste evangelische Predigt in der Schloßkapelle statt. Von 1588 bis 1589 wurde das Schloß grundlegend instandgesetzt. 1591 bis 1602 residierte die Kurfürstin Sophia auf dem Schloß. Im Dreißigjährigen Krieg stürmten und plünderten die Schweden das Schloß. Im Unterschloss brach ein Feuer aus. Nach 1717 fanden keine Instandsetzungsarbeiten mehr statt. |
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| © Sylvia Wentzlau 2005-2013 | ||||||||