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Das Museum wurde bereits 1892 gegründet. Es befand sich bis 1934 in der Schloßkapelle. 1935 ging das Schloß in Reichsbesitz über. Während der Kriegswirren im Jahre 1944 diente Schloß Rochlitz als Auslagerungsort für sächsiches Archiv- und Museumsgut. Die sowjetische Militärpolizei befand sich von 1945 bis 1947 auf dem Schloß. Erst 1948 konnte das Museum wieder eröffnet werden. Seit 1994 befindet sich das Schloß in den Händen der Sächsischen Schlösserverwaltung. An der 1000-Jahrfeier 1995 habe ich teilgenommen. Es war ein toller Festumzug. Etwas ganz Besonderes erwartet Sie auf Schloß Rochlitz, eine Schwarzküche aus dem 14. Jahrhundert. Die "Große Hofküche ist so lebendig gestaltet, dass man das Gefühl hat, die Schloßbewohner hätten nur kurzzeitig die Küche verlassen und das Essen brodelt daweile im Kessel. Über der Kochstelle hängen Würste, an den Wänden hängen Kochgeschirr und Kräuter. Regale mit irdenem Geschirr, an der Decke hängendes Wildgeflüge versetzen uns in die Zeit der spätmittelalterlichen Burg zurück. Die Schwarzküche ist die größte und älteste Schloßküche Sachsens. Ebenfalls für Besucher sind die Lagerräume, einschließlich des "Langen Kellers" (41 m) zugänglich. Auf Schloß Rochlitz gibt es auch ein finsteres Burgverlies, sowie eine Folterkammer mit einem zweiten 14 Meter tiefem Verlies. Auch die 60 Meter langen Wehrgänge sind passierbar. 24 Museumsräume sind auf dem Schloß zu besichtigen. Sehr interessant sind unter anderem die Weihnachtsausstellungen, die jedes Jahr unter einem anderen Motto stattfinden. Schloß Rochlitz bietet nicht nur Sonderausstellungen, sonder auch Kammerkonzerte, die in der Schloßkapelle stattfinden. Zweistündige Sonderführungen "Vom Keller bis zum Dachboden" durch sonst unzugängliche Räume finden zu festen Terminen statt. Führungen sind nach Voranmeldung möglich. Ich war schon mehrmals auf Schloß Rochlitz und bin immer wieder fasziniert.
© Texte und Fotos: Sylvia Wentzlau |
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| © Sylvia Wentzlau 2005-2011 | |||||||