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In den Auseinandersetzungen des Dreißigjährigen Krieges hatte Torgau eine besondere strategische Bedeutung erlangt. Nach dem Krieg kamen viel Leid und Belastungen auf die Stadt zu. Die Bevölkerung war unter anderem durch den wirtschaftlichen Niedergang nach wechselnden militärischen Besetzungen stark dezimiert wurden, auch war die Stadt selber stark beschädigt wurden. 1694, nach dem Machtantritt August des Starken, verlor Torgau seine Position als wichtigstes Zentrum höfischen Lebens.

Das Torgauer Schloß diente noch mehrfach als Witwensitz. Die Kurfürstin Christiane Eberhardine verbrachte bis zur Fertigstellung ihrer Residenz im Schloß Pretzsch einige Zeit in Torgau.

Im Siebenjährigen Krieg erwies sich abermals die strategisch bedeutsame Lage der Stadt an der Elbe. Die Truppen Friedrichs II. besetzten 1756 das Schloß. Friedrich II. ließ im Schloß ein preußisches Feldkriegsdirektorium sowie ein Lazarett errichten.

1760 fand westlich der Stadt die letzte große Schlacht dieses Krieges statt. Die Folgen des Siebenjährigen Krieges brachten auch für das Schloß Hartenfels die in seiner Geschichte bis dahin tiefgreifendsten Veränderungen. Der kurfürstliche Hof war finanziell nicht mehr in der Lage Mittel zur baulichen Unterhaltung bereitzustellen, wie Torgau erging es vielen anderen Schlössern in dieser Zeit.

In den nächsten 4 Jahren stand das Schloß zunächst ungenutzt. Die noch vorhandenen Ausstattungsgegenstände des Schlosses wurden verkauft. Es sollte noch schlimmer kommen. 1771 entstand ein Zucht- und Arbeitshaus, 1780 ein Armen- und Waisenhaus sowie eine auch baulich bemerkenswerte Erweiterung für Geisteskranke und Sieche.

1811/12 begann der Ausbau Torgaus zur Festung.

Für insgesamt 26,8 Millionen Mark, die der Freistaat Sachsen, der Landkreis Torgau-Oschazu sowie der Bund zur Verfügung stellten, wurde Schloß Hartenfels in Vorbereitung zur 2. Sächsischen Landesausstellung saniert.

Die Arbeiten am Wendelstein wurden im Sommer 2002 abgeschlossen. Die Restaurierung des Wendelsteins unterstützte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.

Anschrift und Öffnungszeiten sind wie immer rechts über den Link unter den Bildern erreichbar!

Sylvia Wentzlau
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© Texte und Fotos:
Sylvia Wentzlau

 

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