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Schloß Trebsen kann auf eine alte Geschichte zurückblicken. Im 12. Jahrhundert wurde eine Wasserburg mit Bergfried gebaut. Die erste urkundliche Erwähnung der Ritter von Trebsen erfolgte im Jahre 1161. Die Burg befand sich bis 1330 in ihrem Besitz. In ihrer Zeit unterstand Trebsen direkt dem Kurfürsten und übte die höhere Gerichtsbarkeit aus. Anhand von Schriftstücken konnte nachgewiesen werden, daß in dieser Zeit der Bau der neuen Schloßanlage entstand. Von 1516 bis 1548 befand sich Trebsen im Besitz der Familie von Minckwitz. Der Kauf kostete sie 20.000 rheinische Gulden. Im Jahre 1518 ließ von Minckwitz die romanische Kirche Trebsen errichten und vollendete außerdem die erste große Bauphase an der Schloßanlage. Im Jahre 1548 sah er sich aufgrund seiner hohen Verschuldung gezwungen die Schloßanlage für 50.000 Gulden an Wolfgang Graf von Barby zu verkaufen. Zum ersten Male und zwar im Jahre 1756, kaufte eine bürgerliche Familie Schloß und Rittergut Trebsen. Dr. Vincent Baumann war der neue stolze Schloßbesitzer. In seiner Herrschaftszeit entstand der Südflügel, der Ostflügel wurde umgebaut und die spätgotische Gestaltung der Fassade vollendet. Außerdem ließ er eine Parkanlage gestalten. Zu dem Besitz von Trebsen gehörten Zödta, Neichen, Wednig, Pauschwitz und die Schäferei Modelitz. Die Anlage ging dann im Jahre 1886 an Herrn Gustav Lehmann und 1892 an den Rittmeister a.d. Georg von Zimmermann über. In dessen Besitz blieb Trebsen bis zum Jahre 1945. Trebsen zählte bis dahin zu den größten Rittergütern Sachsens. Vermutlich wurde die Familie 1945 durch die Bodenreform enteignet. Im Jahre 1947 wurden in den Obergeschossen des Süd- und Ostflügels Wohnungen eingerichtet.Die Ausstattung des Schlosses wurde durch Abbrucharbeiten vollständig zerstört. Seit 1992 befindet sich der Förderverein für Handwerk- und Denkmalpflege e.V. - Schloß Trebsen in den alten Gemäuern. Durch großes Engagement konnte das ruinöse Gebäude wieder restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Heute ist Trebsen ein bedeutendes Zentrum der Denkmalpflege und es werden Kurse für Handwerker, unter anderem Vorbereitungskurse zur Prüfung zum "Restaurator im Handwerk" angeboten. Die Ausbildung erfolgt in modernen, lichtdurchfluteten Räumen. © Text und Fotos: Sylvia Wentzlau |
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| © Sylvia Wentzlau 2005-2011 | |||||||