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SCHLOSS WEESENSTEIN/SACHSEN

Die Perle des "Müglitztales" liegt an der Talstraße von Heidenau in Richtung Erzgebirge auf einem schroffen Felskegel aus Knotenglimmerschiefer. Es lockt mit seiner unverwechselbaren Architektur, seinen wertvollen Sammlungen und romanischen Parkanlagen. Die ursprünglichen, noch heute erhaltenen Felsengänge in der Spitze des Felsenkegels zeugen von einer sehr alten Felsenburg, die als Grenzfeste zwischen den damaligen Ländern Böhmen und Meißen errichtet wurde.

Als erster Besitzer sind die Burggrafen von Dohna vermerkt. Die bisher bekannte erste urkundliche Erwähnung Weesensteins, damals Weysinburg, stammt aus dem Jahre 1318.

Im Verlauf der Dohnaischen Fehde kam Weesenstein in den Besitz des Markgrafen Wilhelm I., der 1406 seinen Heerführer Günther von Bünau damit belehnte.

Die Bünaus hatten über 360 Jahre lang einen ihrer Hauptwohnsitze auf Weesenstein und erweiterten mehrmals die Burganlage.

Lange bevor später zu Füßen der Burg der Ort Weesenstein entstand, herrschte auf der Burg schon ein reges mittelalterliches Treiben mit eigener Kirche, Gerichtsbarkeit, Bierbrauerei und Mühle. Darüberhinaus besaßen die Bünaus zahlreiche Ländereien sowie Rechte bis in die Dresdner Umgebung und weit in das böhmische Gebiet hinein.

Unter der Herrschaft der Bünaus erhielt Schloß Weesenstein seine einmalige Architektur. Jeder weiß, daß Gebäude eigentlich von "unten nach oben" gebaut werden - hier ist das Gegenteil der Fall. Schloß Weesenstein wurde von "oben nach unten" gebaut. Das Schloß wurde in den Felsen gehauen. Auf der Spitze des Felskegels wurde zuerst der Bergfried errichtet. Alle Erweiterungen mußten weiter unten angesetzt werden. Diese ungewöhnliche Bauweise macht den Reiz der Anlage aus.

Das Schloß gilt als ein achtgeschossiges Gebäude, allerdings hat kein einziges Gebäude mehr als vier Geschosse. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Weesenstein häufig besetzt und insbesondere 1639 von schwedischen Truppen verwüstet.

1772 kaufte die aus Thüringen stammende Familie von Uckermann Schloß Weesenstein. 1830 ging es in den Besitz der Wettiner über und wurde mehrfach vererbt. Im Jahre 1918 endete die Herrschaft der Wettiner.

Auf unseren unzähligen Burgentouren ist uns nie wieder eine derartige Architektur begegnet. Durch diese Bauweise befindet sich der Pferdestall im 3. Stock und einige Burgräume liegen sieben Meter unter dem Hof. Ein ganz besonderes Kleinod der Schloßanlage ist die Schloßkapelle.

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Sylvia Wentzlau
Wettiner
Wappen
König Johanns
 
Schloß Weesenstein
Schloßpark 

Schloß Weesenstein

© Texte und Fotos:
Sylvia Wentzlau

 

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