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GARTENREICH DESSAU-WÖRLITZ

In Dessau und Umgebung gibt es vieles zu entdecken. Unternehmen Sie doch einen Abstecher nach Schloß Oranienbaum und Schloß Mosigkau.
 

"Wörlitz - Zierde und Inbegriff des 18. Jahrhunderts"
(Christoph Martin Wieland)
 

Der Wörlitzer Park liegt am Rande der Kleinstadt Wörlitz. Er ist eine von insgesamt drei Gartenanlagen der Dessauer Umgebung (Oranienbaum, Luisium und Georgium).

Der älteste Teil der Wörlitzer Anlage, "Neumarks Garten" befindet sich weitestgehend im Originalzustand. Die Arbeiten an diesem Gartenteil begannen 1764. Hier waltet der Geist des Rokoko.

1770 und 1771 veränderte sich die Bodengestalt der Anlage durch zwei Elbhochwasser. Auf dem veränderten Bodenrelief entstand der "Schochsche Garten". Dieser erstreckt sich von "Neumarks Garten" bis zum Deich. Der Garten auf dem "Weidenheger" wurde danach angelegt. Markiert wird dieser im Süden durch den sogenannten Stein und die "Grotte der Egeria" und im Norden durch die "Amaliengrotte" sowie das Pantheon.

Der Wörlitzer Park entstand in vier Jahrzehnten. In ihn flossen die Ideen von Fürst Leopold III., Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740 bis 1817), sowie die seines Freundes Wilhelm von Erdmannsdorf (1736 bis 1800) ein.

Ihre Studien betrieben beide auf ihren gemeinsamen oder auch allein unternommenen Reisen nach England und Italien.

Insgesamt viermal bereiste Fürst Franz England. Die Anregungen für sein Gartenreich holte er sich auf den Landsitzen der Adligen. Der Fürst war nicht nur der Bauherr und Finanzier der Gartenanlage, sondern er wirkte auch schöpferisch mit. So entschied er über Thema und Gestaltung der Staffagebauten, sowie den Aufbau der Antiken.

Im Wörlitzer Park vereinen sich Klassizismus und Gotik, zu einem wundervollem Ganzen. Der Besucher entdeckt gemütliche Nischen zum Verweilen und architektonische Kleinode, zum Beispiel das Wörlitzer Schloß oder das Gotische Haus. Der Floratempel, der Venustempel oder der Garten des Pantheon erinnern uns an Bauwerke aus der Antike.

Auch im Schloß finden wir wundervolle antike Skulpturen, die uns schon in der Eingangshalle gefangennehmen. Die Innenausstattung des Schlosses ist bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. Hier finden wir Gemälde und Gefäße aus der berühmten Wedgwood-Manufaktur und antike Plastiken.

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© Texte und Fotos: Sylvia Wentzlau

Sylvia Wentzlau
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Kontakt © Sylvia Wentzlau 2005-2011