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Göltzschtalbrücke und Ketzels Mühle
Im wunderschönen Vogtland finden Sie die höchste und größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Die Grundsteinlegung für die Göltzschtalbrücke erfolgte am 31. Mai 1846. Die Eisenbahnbrücke weist eine stattliche Höhe von 78 Meter und eine Länge von 574 Meter auf.
In nur fünf Jahren konnte dieses architektonische sowie technische Meisterwerk vollendet werden. Die Brücke besteht aus vier Geschossen. Verarbeitet wurden 64 000 Kubikmeter Bruchsteine und 26 Millionen Ziegel.
Der Entwurf für die Eisenbahnbrücke stammte von dem Architekten Andreas Schubert. Dieser wurde als armes Bauernkind geboren.
Mit 24 Jahren war Andreas Schubert bereits Professor an der Technischen Bildungsanstalt Dresden.
Zeitgenossen beklagten damals die plumpe Form der Brücke und die fehlende Harmonie. Die Eisenbahnbrücke wurde mit einer Kaserne ohne Fenster verglichen.
Heute wird diese Auffassung nicht geteilt, aber noch immer steht man vor Erfurcht vor diesem gigantischen Bauwerk. Ich kann Ihnen einen Besuch nur empfehlen.
Sehen Sie sich doch auch Ketzels Mühle an, die sich in der Nähe der Brücke befindet. Hierzu können Sie sich auf der Seite "Ketzels Mühle Netzschkau" informieren. Im Mühlenmuseum erfahren Sie unter anderem Informatives über die Geschichte der Göltzschtalbrücke.
Wie wäre es denn hinterher mit einem Abstecher nach Mylau. Auf der Burg Mylau gibt es eine Menge zu entdecken. Die entsprechende Seite finden Sie unter Burgen.
Ketzels Mühle Netzschkau:
In der Nähe der Göltzschtalbrücke befindet sich Ketzels Mühle.
Die Getreidemühle wurde im Jahre 1904 erbaut und 1991 stillgelegt. 1996 eröffnete die Familie Ketzel ihre Mühle als Museum. Interessierte werden über die Geschichte der Mühle und des Müllerhandwerks informiert.
Im Museum präsentiert die Familie Ketzel unter anderem eine Sackklopfmaschine, eine Scheuermaschine und alte Fördertechnik.
Geplant ist es, die alte Wehrkraftanlage, die noch heute aus dem Wehr, dem Mühlgraben und zwei Francis-Turbinen besteht, zum Leben zu erwecken. Außerdem werden Besucher in der ersten Etage über die Geschichte der Göltzschtalbrücke informiert. Zum Verweilen lädt eine kleine Gaststätte in der Mühle ein.
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